Ortsverein
23.12.2024 | Ortsverein
An den
- Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung, Herrn Gabriel Kords
- Geschäftsführer von Schwäbischer Verlag GmbH und Co.KG Drexler, Gessler, Herrn Lutz Schumacher
Offener Brief
Sehr geehrter Herr Kords, sehr geehrter Herr Schumacher,
mit großer Besorgnis haben wir die Berichte in Presse und Rundfunk über die politische Neuausrichtung Ihrer Zeitung im Zuge einer unternehmenspolitischen Antwort auf die Krise des Zeitungswesens – und insbesondere der Regionalzeitungen – zur Kenntnis genommen. Es ist der Eindruck entstanden, dass die Zeitung sich rechtskonservativen Strömungen geöffnet hat, dass sie ihnen publizistisch Gehör und damit politischen Einfluss verschaffen will.
Was ehemalige Mitglieder der Redaktion und Kenner der Branche offen aussprechen, haben auch wir als Leser empfunden: die Abgrenzung zu demokratiefeindlichem Gedankengut sollte offensichtlich aufgeweicht werden. Wir appellieren an Ihre Verantwortung als wichtiges Medium der öffentlichen Meinung für die Zukunft unserer Demokratie. Rechtsextremem Gedankengut gilt es entgegenzutreten. Die Demokratie als freiheitliche Staats- und Gesellschaftsordnung lebt von der öffentlichen Auseinandersetzung, aber sie darf diese Freiheit nicht ihren Feinden ausliefern. Der Streit darf nicht zur Spaltung der Gesellschaft führen. Der Weg zur Integration und zu einvernehmlicher Entscheidung, muss als Ziel immer offen bleiben.
Für uns als politisch interessierte Bürger ist eine Regionalzeitung unentbehrlich für die eigene Urteilsbildung und für die tagespolitische Information und Orientierung. Das gilt für alle Ebenen der Politik. Insbesondere aber kann nur eine qualitativ hochstehende Regionalzeitung über die lokalen Ereignisse und regionalen Angelegenheiten sachorientiert berichten und unabhängig kommentieren. Darauf sind wir angewiesen.
Sie, Herr Kords wehren sich gegen den Vorwurf, Ihre Zeitung sei nach rechts gerückt. Sie beteuern in Ihrem Artikel vom 3. Oktober, dass die Schwäbische Zeitung „eine Plattform für alle legitimen Standpunkte, Meinungen und Überzeugungen“ bieten will, „die sich unter dem Dach des Grundgesetzes und des christlichen Menschenbildes versammeln lassen“.Wir nehmen Sie beim Wort und fordern Sie auf, alle diese Meinungen zu Wort kommen zu lassen, sie jedoch – und insbesondere kontroverse und extremistische Meinungen – kritisch einzuordnen und gegebenenfalls durch einen distanzierenden Meinungsbeitrag zur Urteilsbildung des Lesers beizutragen.
Um ein Beispiel zu nennen: ein Interview mit einem umstrittenen Politiker wie Hans-Georg Maaßen kann nur dann zu unserer Urteilsbildung als Leser beitragen, wenn seine Thesen durch Nachfragen geprüft und durch Kommentierung eingeordnet werden. Wir fordern Sie auf, diese journalistischen Grundsätze konsequent zu beachten. Ein anderes Beispiel: Wenn ihre Zeitung sich auf ihre christliche Orientierung beruft, könnten und sollten AfD-Politiker, die die Programmatik ihrer Partei als christlich ausgeben, mit dem falschen Verständnis der christlichen Botschaft konfrontiert werden, das damit impliziert ist.
Wir haben den Eindruck gewonnen, dass die heftige öffentliche Kritik an der Ausrichtung Ihrer Zeitung bereits Wirkung gezeigt hat. Wir fordern Sie auf, diesen Weg konsequent weiter zu gehen. Nur so werden Sie verloren gegangenes Vertrauen wieder herstellen können. Sorgen Sie dafür, dass die Lokalredaktionen personell ausreichend ausgestattet sind, um ihre wichtige Aufgabe zu erfüllen. Seien Sie versichert, die Schwäbische Zeitung ist uns nicht egal.
Wir werden uns um die weitere Verbreitung dieses offenen Briefes bemühen.
Die Erstunterzeichner:
Prof. Dr. Rainer Albertz
Rudolf Bindig
Peter Didszun
Prof. Heinz Jürgen Stührmann
09.11.2024 | Ortsverein
Statement der SPD Weingarten zur Erhöhung der Kindergarten- und Kita-Beiträge
Die SPD Weingarten lehnt die Erhöhung der Beiträge für Kindergarten und Kita entschieden ab!
Dies gilt sowohl für die bereits umgesetzte Beitragserhöhung in diesem Kindergartenjahr als auch für die zweite bereits angekündigte Erhöhung.
Auf Grundlage eines über zehn Jahre alten Gemeinderatsbeschlusses darf die Stadtverwaltung die Beiträge für Kindergarten und Kita nach der Empfehlung der kirchlichen Träger beliebig weiter erhöhen, ohne dass der Gemeinderat sich damit befassen würde oder dem zustimmen müsste.
Dieser Automatismus ist nicht mehr zeitgemäß und muss abgeschafft werden!
Wir von der SPD sehen in der Bereitstellung von kostengünstigen Kindergarten- und Kitaplätzen eine staatliche Pflichtaufgabe. Die frühkindliche Bildung ist eine entscheidende Investition in die Zukunft unserer Kinder und sollte nicht durch höhere Beiträge erschwert werden. Kita- und Kindergärten ermöglichen Chancengerechtigkeit und fördern nachhaltig den späteren Bildungserfolg. Kinderbetreuung ermöglicht es Eltern, flexibler zu arbeiten. Dies fördert auch den Wirtschaftsstandort Weingarten und mindert den Fachkräftemangel.
Die SPD Weingarten sieht in der Bereitstellung kostengünstiger Kinderbetreuung eine Voraussetzung für ein familienfreundliches Weingarten.
Wir fordern unseren Oberbürgermeister Clemens Moll und die die Stadtverwaltung auf, bei Stadtentwicklung und Finanzplanung die richtigen Prioritäten zu setzen!
Kinder sind unsere Zukunft und gehören deswegen auf Platz 1.
06.10.2024 | Ortsverein
Am Mittwoch, den 25.09.2024 fand die Jahreshauptversammlung der SPD-Weingarten im Gateway to India statt. Bei der gut besuchten Veranstaltung wurde Michael Hoffmann, der bisher stellvertretende Vorsitzende, einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Der 48-jährige Realschullehrer ist leidenschaftlicher Weingärtler und mit Leib und Seele Sozialdemokrat.
Als Stellvertreterinnen neu gewählt wurden Emine Dermaku und Elke Oswald.
Die Amtszeiten der Kassiererin Birgit Ewert, der Schriftführerin Ellen Herrmann sowie der Beisitzerinnen und Beisitzer laufen noch ein Jahr weiter.
Ein wichtiger inhaltlicher Punkt der Jahreshauptversammlung war die geplante Erhöhung der Kosten für die Kinderbetreuung in Weingarten. Die SPD lehnt die Erhöhung der Beiträge ab und fordert seit langem perspektivisch kostenfreie Kinderbetreuung, als Bildungs- und staatliche Pflichtaufgabe - wie in den SPD-geführten Bundesländern - durchzusetzen.
Ein großes Anliegen war den Anwesenden auch, dass die Gemeinderatsfraktion bei ihrer konsequenten Haltung bleibt, städtisches Eigentum, Grundstücke und Wohnungen nicht zu veräußern. Dies würde bei der Gewinnung von bezahlbarem Wohnraum das Gegenteil bewirken.
Begonnene Großprojekte (Martinshöfe, 14 Nothelfer-Areal) sollten hingegen konsequent angegangen werden, bevor die letzten unbebauten Gebiete bebaut werden. Auch dem Leerstand von vielen Wohnungen ist mit allen möglichen Mitteln entgegenzuwirken.
Auf der Jahreshauptversammlung wurden zudem verdiente Mitglieder für deren langjährige Treue zur SPD und engagierte Mitgliedschaft in der SPD geehrt.
Geehrt wurden Peter Didszun für 60 Jahre Mitgliedschaft, Dr. Hartwig Mackeprang und Werner Schweigert für jeweils 50 Jahre Mitgliedschaft sowie Albrecht Joachim Zuber für 40 Jahre Mitgliedschaft.
Den Geehrten wurden mit großem Beifall gedankt.
Bildunterschrift:
(von links nach rechts: Elke Oswald, Birgit Ewert, Michael Hoffmann, Emine Dermaku
05.03.2024 | Ortsverein
Der SPD Ortsverein Weingarten hat jetzt seine Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat und für den Kreistag nominiert.
21.12.2021 | Ortsverein
Liebe Genossinnen und Genossen,
bleibt gesund und herzlichen Dank für Eure Unterstützung.
18.07.2021 | Ortsverein
Der Generationswechsel ist vollzogen, am Freitag, den 16.07.2021 wurde die neue Vorstandsschaft (TNG) des SPD Ortsvereins Weingarten gewählt.
16.03.2021 | Ortsverein
gehalten von Doris Spieß, der Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Weingarten, bei der Beerdigung von Prof. Dr. Dietmar Schillig am 11.03.2021 in Wolfegg
24.01.2020 | Ortsverein
Leserbrief zum Bericht „Ich versteh die Welt nicht mehr“ (SZ vom 9.1.2020)
Bonpflicht dient der Steuergerechtigkeit!
Bei der Berichterstattung über die neue Bonpflicht geht leider meist der Zusammenhang verloren, warum diese Maßnahme eingeführt worden ist. Wenn nur die Stimmen der Kritiker genannt werden, könnte leicht der Eindruck entstehen, da haben die „bösen Politiker“ sich mal wieder etwas ausgedacht um Handel, Gewerbe und Gastronomie und die Bürger zu schikanieren. Dies ist aber mitnichten der Fall.
01.12.2019 | Ortsverein
Weingarten im Blick: KALENDER 2020
Mit Motiven aus Weingarten
Zum siebten Mal hat Rudolf Bindig einen Kalender mit Motiven aus Weingarten herausgebracht. Das Titelblatt zeigt den Münsterplatz mit der prächtigen Kastanie, dem „Hirschen“ und der Basilika.
20.11.2019 | Ortsverein
Pressemitteilung
SPD Weingarten: Kein Verkauf städtischer Wohnungen
Die Pläne der Stadtverwaltung, städtische Wohnungen zu verkaufen, stoßen auf den Widerstand der Sozialdemokraten. In einer Zeit, in der es auch in Weingarten für viele Bürgerinnen und Bürger ohne hohes Einkommen äußerst schwer ist, für sich und ihre Familie eine Wohnung zu finden, die sie sich leisten können, sollte die Stadt ihren Wohnungsbestand nicht reduzieren, sondern ausbauen, sagte die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Doris Spieß auf der Jahreshauptversammlung.
28.10.2019 | Ortsverein
Pressemitteilung
SPD Weingarten für alternative Nutzung des Kornhauses
Der Verkauf des Kornhauses ist hoffentlich vom Tisch und wird nicht weiter verfolgt. Mit Beifall und Genugtuung nahmen die Teilnehmer der jüngsten Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins diese Erklärung ihrer Vorsitzenden Doris Spieß auf, der bei der Neukonstituierung der SPD-Fraktion im Gemeinderat auch das Amt der Vorsitzenden übertragen wurde.
René Repasi, MdEP Karlsruhe
Vivien Costanzo, MdEP Offenburg
Instagram:
https://www.instagram.com/spd_wgt/
Paul Frank ist der SPD-Kandidat für die Landtagswahl, Vanessa Holly ist Ersatzbewerberin. Paul Frank tritt für die SPD im Wahlkreis 69 (Ravensburg) an, zu dem auch Weingarten gehört.
30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung. Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen
25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen
25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen
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