Neue Fachkräfteoffensive für Kitas

Veröffentlicht am 13.05.2019 in Landespolitik

Gute frühkindliche Bildung funktioniert für uns im Dreiklang aus Gebührenfreiheit, Betreuungskapazitäten und Qualitätsentwicklung. Mehr Plätze und mehr Qualität kann es aber nur geben, wenn wir auch mehr Fachkräfte für die Kitas gewinnen.

Unser Maßnahmenpaket:

1. Ausbildung attraktiver machen

• Kapazitäten für die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) in den Berufsfachschulen erhöhen
• PiA auch in Teilzeit ermöglichen
• Zuschüsse für Träger für die Schaffung von mehr PiA-Ausbildungsplätzen geben

2. Studierende gewinnen

• Studienkapazitäten an den Hochschulen erhöhen
• Zuschüsse für Träger für Höhergruppierung der HochschulabsolventInnen

3. Arbeitsbedingungen verbessern

• Klare Entwicklungsperspektiven bieten, zum Beispiel durch Zulagen für Ausbildungsanleitung
• Fachkraft-Kind-Relation auf Spitzenniveau halten
• Weniger befristete Arbeitsverträge
• Entlastung der pädagogischen Fachkräfte zum Beispiel von Verwaltungsaufgaben

4. Kita-Leitungen unterstützen

• Feste Leitungszeiten
• Eingruppierung der Leitungen nur von Anzahl der Kinder in der Kita abhängig machen

5. Kindertagespflege fördern Bessere Bezahlung (mindestens 9,50 Euro Stundenlohn)

Unterstützung bekommt Baden-Württemberg vom Bund bei der Stärkung der PiA (Fachkräfteoffensive) und der Leitungszeit und der Qualifizierung der Kindertageseltern (Gute-Kita-Gesetz). Auch gibt es Zuschüsse für Träger, die ihre ErzieherInnen fördern und ihnen gute berufliche Perspektiven eröffnen (Fachkräfteoffensive). Völlig blank ist das Land im Bereich der Studierenden. Nach unserer Auffassung könnten wir fünfmal so viele KindheitspädagogInnen ausbilden wie bisher. Auf die 622 Plätze kommen knapp 3200 Bewerbungen, doch die grün-schwarze Landesregierung will dieses Potenzial nicht nutzen. Genug Einsatzmöglichkeiten gibt es für die HochschulabsolventInnen zum Beispiel bei der Sprachförderung, Qualitätsentwicklung, Elternarbeit und Kooperation mit der Grundschule.
 

Wir fordern:

• Studienkapazitäten für Kindheitspädagogik von derzeit 622 um mindestens 200 Plätze aufstocken (Kosten: rund zwei Millionen Euro)
• Zuschüsse des Landes an die Träger für Höhergruppierung der HochschulabsolventInnen geben (400 Personen zu je 300 Euro brutto monatlich - Kosten: rund 1,5 Millionen Euro über Fördermittel des Bundes)

 

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