Das "Kaufland" in der Ravensburger Südstadt hat seit Kurzem durchgehend von montags 7 Uhr bis samstags 24 Uhr geöffnet. Gegen diese 24-Stunden-Öffnung formiert sich zunehmender Protest von Kirchen und Arbeitnehmervertretungen. Der neugegründete Vereins "Sozial einkaufen" mit seinem Vorsitzenden Wolfram Frommlet hatte für Samstag, den 15. Dezember, zu einer Protestaktion eingeladen an der auch der SPD-Kreisvorsitzende Rudolf Bindig teilnahm.
- Die Schwäbische Zeitung brachte am 17.12.2007 folgenden Bericht über die Protestaktion gegen die 24-Stunden-Öffnung
Bürger machen viel Lärm im Kaufland
RAVENSBURG (lix) - Der Protest gegen die 24-Stunden-Öffnung im Ravensburger Kaufland geht weiter: Mit einem Pfeifkonzert haben am Samstag zahlreiche Menschen protestiert. Das sorgte für Aufsehen. Die Polizei rückte an und der ehemalige Bundestagsabgeordnete Rudolf Bindig legte sich mit der Geschäftsführung an.
Um elf Uhr setzte das lärmende Konzert ein, zu dem der Verein "Sozial einkaufen", Kirchen und Arbeitnehmervertretungen aufgerufen hatten - allerdings so, dass die Geschäftsleitung überrascht war. Dass sich an diesem Tag etwas tun würde, davon war die Geschäftsleitung wohl ausgegangen, hatten die Gegner der Rund-um-die-Uhr-Öffnung doch Informationen gestreut, wonach sie vorhatten, 50 Einkaufswagen von der Südstadt aus auf den Marienplatz zu schieben. Die Taktik sei aufgegangen, sagte Wolfram Frommlet, Vorsitzender des Vereins "Sozial einkaufen". Künftig wolle man sich noch mehr einfallen lassen, um weiter zu protestieren, kündigte Frommlet an. Zu einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch kam es nicht.
Schwäbische Zeitung vom 17.12.2007