Doris Spieß, Rainer Willibald, Jörg Bogenrieder, Karl Anton Feucht, Rudolf Bindig, Dr. Michael C. Hermann (v.l.n.r.)
- Beim Glücksspiel ist Weingarten top
Moderator Rudolf Bindig, SPD-Kreistagskandidat, legte Fakten vor, die in der Welfenstadt noch lange für Gesprächsstoff sorgen werden. Laut Bindig gibt es schon heute ein halbes Dutzend Spielhallen in Weingarten, die insgesamt 126 Spielhallengeräte betreiben. Gehe man von 23600 Einwohnern aus, kommen damit auf ein Spielgerät 271 Einwohner. "Der Landesschnitt beträgt aber 570 Einwohner pro Gerät." Von 78 Städten zwischen 20 000 und 50 000 Einwohner in Baden Württemberg liege Weingarten daher aktuell auf einem unrühmlichen sechsten Platz, was die Dichte an Glücksspielgeräten angeht.
72 neue Spielgeräte
Bei diesen Zahlen beruft sich Bindig auf den "Arbeitskreis gegen Spielsucht" in Unna, der in diesen Fragen hohes Ansehen genießt. "Die Quelle ist absolut seriös", sagt der Politiker und zitiert den Deutschen Städtetag, der den "Arbeitskreis gegen Spielsucht" lobt: "Das umfangreiche Zahlenmaterial bietet eine objektive und ausführliche Argumentationshilfe bei der Bekämpfung der Probleme im Zusammenhang mit Geldspielgeräten. Die Untersuchungsergebnisse sind daher auch für die Arbeit unserer Mitgliedsstädte von großem Interesse."
Von Interesse dürfte auch sein, was Weingarten noch erwartet: Zu den derzeit vorhandenen Spielgeräten-sollen in dem Zentrum auf der Danziger Straße weitere 72 entstehen. Das würde bedeuten, dass es in Weingarten dann 198 Geräte gibt. Die Konsequenz: Auf 119 Einwohner käme ein Glücksspielautomat, die Geräte in Gasthäusern nicht mitgerechnet. Bindig: "Dies dürfte dann die höchste Belastung in Baden-Württemberg, wenn nicht gar in Deutschland sein."
Angebot für 112 860 Einwohner
Auf den Landesdurchschnitt von 570 Einwohner pro Spielgerät hieße dies, dass Weingarten ein Angebot an Glücksspielgeräten hätte für 112 860 Einwohner (derzeit: 71 895)
Nun zu den damit verbundenen Verlusten für die Spieler: Laut ifo-Institut München betragen die monatlichen Durchschnittsverluste (deutschlandweit)1 533,88 Euro pro Geldspielgerät in Spielhallen (409,03 Euro pro Geldspielgerät in Gaststätten). Dies bedeute, so Bindig, dass die Spieler pro Jahr 18 406,56 Euro Verluste an nur einem Gerät machen. Bei 126 Spielhallengeräten in Weingarten sind dies 2319 226 Euro. Kommen noch 72 Spielhallengeräte (1 325 272 Euro) dazu, ergibt sich bei 198 Geräten ein Verlust von 3 644 498 Euro. "Diese potenziellen Kaufkraftsummen", so der SPD-Politiker, "werden also ,fehlgeleitet" und stehen nicht zu anderem Verbrauch und Konsum bereit."
(SZ, erschienen: 28.03.2009)
René Repasi, MdEP Karlsruhe
Vivien Costanzo, MdEP Offenburg
Instagram:
https://www.instagram.com/spd_wgt/
Paul Frank ist der SPD-Kandidat für die Landtagswahl, Vanessa Holly ist Ersatzbewerberin. Paul Frank tritt für die SPD im Wahlkreis 69 (Ravensburg) an, zu dem auch Weingarten gehört.
30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung. Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen
25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen
25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen
Ein Service von websozis.info