SPD-Landeschef in Baden-Württemberg fordert Sonderabgabe für Banken

Veröffentlicht am 16.01.2010 in Bundespolitik

Nils Schmid: „Warten auf internationale Absprache ist eine billige Ausrede fürs Nichtstun.“

Angesichts des Widerstands von Kanzlerin Merkel und der CDU/FDP-Koalition gegen eine Sondersteuer auf Bonus-Zahlungen fordert der baden-württembergische SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid eine Sonderabgabe für Banken. „Die Verursacher der Finanzkrise müssen ihren Beitrag leisten“, sagte Schmid am Wochenende.

Nachdem in den USA, Großbritannien und Frankreich Maßnahmen ergriffen worden seien, um über Bonus-Sondersteuern oder spezielle Abgaben die Banken an ihrer Rettung durch den Staat zu beteiligen, sei es höchste Zeit, auch in Deutschland zu handeln. „Den dauernden Verweis auf internationale Abstimmungsprozesse, Monitoring und Evaluierung versteht kein Mensch“, so der SPD-Chef. „Es war der deutsche Staat, der eine unbegrenzte Garantie für die deutschen Kundengelder abgegeben hat und der über den SoFFin und über Bad Banks die Banken gerettet hat. Daher ist es höchste Zeit, auch in Deutschland die Banken zur Finanzierung heranzuziehen.“

Konkret schlägt Schmid vor, das bewährte Instrument der Sonderabgabe anzuwenden. Die Banken sollen durch diese Abgabe die Stabilisierung des Finanzsektors selbst stärker bezahlen als bisher und damit den Steuerzahler entlasten. Ansatzpunkt sei der zurzeit noch freiwillige Sicherungsfonds der deutschen Banken, der sich bei der HRE-Rettung als hoffnungslos unterfinanziert herausgestellt hat.

Schmid möchte mit dieser Sonderabgabe die Banken verpflichten, ausreichend Vorsorge in diesem Sicherungsfonds zu schaffen. Mit der Verwendung der Sonderabgabe für die Stabilität des Finanzsystems werde dabei auch das Kriterium der „gruppennützigen Verwendung“ erfüllt, das das Bundesverfassungsgericht für diese Abgaben aufgestellt hat. „Banken zahlen für ihre Sicherheit“, so Schmid.

Die Sonderabgabe soll an der Ertragslage der Bank anknüpfen und sich nach dem Risiko der von der jeweiligen Bank getätigten Anlagen bemessen. Darüber hinaus müsse auch berücksichtigt werden, in welchem Maße ein Institut über Bonuszahlungen die eigene Finanzkraft schwächt und Anreize für an kurzfristigen Gewinnen orientiertes Verhalten setzt.

 

Homepage SPD-Landesverband

Abgeordnete der SPD

Ortsverein bei Instagram

 

Instagram:

https://www.instagram.com/spd_wgt/

   

Unsere Landtagskandidaten 2026

Paul Frank ist der SPD-Kandidat für die Landtagswahl, Vanessa Holly ist Ersatzbewerberin. Paul Frank tritt für die SPD im Wahlkreis 69 (Ravensburg) an, zu dem auch Weingarten gehört. 

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

WebsoziInfo-News

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden