Über die erfolgreiche Nominierungskonferenz des SPD-Ortsvereins vom 21.Januar berichtet die SZ am 23.01.2009 wie folgt:
Kommunalwahl: Sozialdemokraten streben vier plus X Sitze an
WEINGARTEN (dg) Die SPD hat als erste Ratspartei ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahl im Juni vorgestellt. Paritätisch mit Frauen und Männer besetzt, gibt es bei den vorderen Plätzen nur eine Überraschung: Dr. Gerd Fuchs steht auf einer aussichtsreichen Position.
"Wir können eine ganz starke Liste präsentieren", sagte Doris Spieß, die in Vertretung von Helga Bayha die Versammlung im Gasthaus "Waldhorn" leitete. Indiz für die Stärke sei schon der frühe Zeitpunkt der Vorstellung: "Soweit ich weiß, suchen alle anderen Parteien durchweg verzweifelt nach Kandidaten."
Die SPD hat hingegen ihre 26 Köpfe beisammen, 13 Frauen und 13 Männer, im "Reißverschluss" auf der Liste vertreten, auf eine Frau folgt also ein Mann, auf den Mann eine Frau und so weiter. Die ersten drei Positionen bleiben unverändert, nach Helga Bayha kommt Udo Mann, danach Doris Spieß. Auf Listenplatz Nummer vier - der bei der vergangenen Wahl für einen Platz im Gemeinderat gereicht hat - steht nun Dr. Gerd Fuchs. Er löst damit Dr. Dietmar Schillig ab, der nicht mehr kandidiert.
Fuchs, 47 Jahre und Arzt, ist schon mehrfach für die SPD angetreten, allerdings auf hinteren Plätzen: "Ich habe meinen beruflichen Mittelpunkt nach Ravensburg verlegt. Die Nähe zu Weingarten ermöglicht mir nun ein größeres Engagement." Fuchs will sich vor allem für die Themen Familie und Gesundheit einsetzen.
Stehen an Nummer fünf Hülya Güres und auf der Sechs Jakob Sauter, folgt dann das jüngste Gesicht: Karin Fuchs, 18 Jahre, lernt derzeit zur Friseuse. "Ich will hier mal reinschnuppern", sagt sie und möchte sich naturgemäß mit dem Thema Jugend näher befassen.
Den Gegenpol bilden quasi Ernst Zeller ("Ich bin 76 Jahre alt und seit 1972 in der SPD") und Dr. Wolfgang Marcus. Marcus stellte sich kraftvoll ( "Ich vertrete die über 80-Jährigen!") und mit Biss vor, er darf sicher als Hochkaräter gelten. Er saß bereits 19 Jahre im Stadtrat, verließ dann die Heimat, um nun an alte Wirkungsstätte zurückzukehren. Noch auf Wunsch von OB Gerber engagiert er sich aktuell beim Studentenwerk in Weingarten. Für Verdienste in der Vergangenheit erhielt er das große Bundesverdienstkreuz.
"Wir sind stolz, einen solchen Kandidaten auf der Liste zu haben", sagte Doris Spieß, die betonte, dass ohne die SPD im Gemeinderat nichts geht: "Nachbohren, nachhaken, Anregungen geben und Anträge stellen, das zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Arbeit."
So habe die SPD schon 1976 einen Antrag für eine Stadtbücherei gestellt, "ohne uns sehe es dabei heute anders aus." Auch das Haus am Mühlbach gehe auf die SPD zurück, die früh Anträge für eine Altenbegegnungsstätte gestellt habe. "Das sind Dinge, die nicht von allein kommen."
"Zinsderivate verhindert"
Den Markt auf der unteren Breite habe ebenfalls die SPD angeschoben. Und dass die Stadt beim Abwasserzweckverband nicht mit Zinsderivaten spekuliert hat, "war unser Verdienst". Nicht zuletzt die renommierte und beliebte Kindertagesstätte "Kindernest" trägt laut Spieß eine sozialdemokratische Handschrift: "Es waren Frauen der SPD, die das Kindernest ins Leben gerufen haben."
Diese Arbeit möchte die SPD in der nächsten Periode fortsetzen - und zwar in alter Stärke: "Wir wollen mit vier plus X Plätzen in den Rat ziehen."
(Schwäbische Zeitung, erschienen: 23.01.2009)
Wir danken der Schwäbischen Zeitung für die freundliche Genehmigung zum Abdruck ihrer Artikel