Diskussionsveranstaltung: Fachkräfte sichern durch gute Arbeit, Bildung und Integration im Kulturwerk Stuttgart

Veröffentlicht am 18.09.2012 in Landespolitik

"Baden-Württemberg profitiert mehr als jedes andere Bundesland von Einwanderinnen und Einwanderern. Aber Menschen mit Migrationshintergrund sind leider häufig unter ihrer Qualifikation angestellt. Wir müssen das Bewusstsein wecken: Alle Menschen, die bei uns leben, müssen unsere Fachkräfte für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung sein!", so der SPD-Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic zur Eröffnung der Diskussionsveranstaltung "Fachkräfte sichern durch gute Arbeit, Bildung und Integration". Als Koordinator der Fachbeiräte Integration und Europa lud Juratovic zum Fachgespräch im Rahmen der Kampagne des SPD-Landesverbands "Gute Wirtschaft - Soziales Baden-Württemberg" ein. 

Juratovic, geboren im heutigen Kroatien und mit 15 Jahren nach Baden-Württemberg gekommen, hat es vom Fließbandarbeiter in den Deutschen Bundestag geschafft. Er will auch mit seiner Biografie vor allem jugendlichen Migranten Mut machen.

 
Die baden-württembergische SPD-Integrationsministerin Bilkay Öney verwies darauf, dass die berufliche und wirtschaftliche Integration der wesentliche Anker einer erfolgreichen Integrationspolitik sei. Hier können berufliche, sprachliche, kulturelle und auch soziale Integrationsprozesse parallel verlaufen und gleichzeitig gelingen. Zurzeit ist ihr Ministerium dabei, ein Landesanerkennungsgesetz zu schaffen. Damit schafft das Land die Voraussetzungen dafür, ausländische Abschlüsse auf Gleichwertigkeit prüfen und anerkennen zu können. Rund 260 Berufe fallen in die Zuständigkeit des Landes, darunter z.B. Lehrer, Erzieher, Architekten, Berufe im Gesundheitsbereich, und Ingenieure.
 
„Das Land und die Kommunen sind bei der Wirtschaftsentwicklung auf Menschen mit Migrationshintergrund angewiesen“, so Öney,. „Sie setzen Impulse für eine Internationalisierung der Regionen „im Kleinen“. Ich glaube, der Slogan „Think global, act local“ ist hier passend.“
 
SPD-Generalsekretärin Katja Mast MdB erläuterte die Drei-Säulen-Strategie der SPD Baden-Württemberg als Integrationspartei. Dazu gehören erstens Aufstieg durch Bildung, zweitens gute und sichere Arbeit sowie drittens Beteiligung. Integrationspolitik sei Gesellschaftspolitik, so Mast.  Die Bundestagsabgeordnete verwies darauf, dass Schwarz-Gelb im Bund viele Vorhaben für eine bessere Integrationspolitik, die die SPD anstoßen wollte, abgelehnt habe. Dies sind unter anderem anonymisierte Bewerbungen, das Recht auf Beratung bei der Berufsanerkennung, Regelungen zur Teilqualifizierung sowie ein Bundesprogramm zur 2. Chance für die 1,5 Millionen jungen Menschen zwischen 20 und 30 Jahren, die keine Ausbildung haben. Aber auch ein flächendeckender Mindestlohn sei wichtig, um Integration durch gute Arbeit und gute Bezahlung zu gewährleisten, so Mast: „Erwerbsarmut betrifft viele Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Land. Das müssen wir bekämpfen!“
 
Nach den Impulsvorträgen diskutierte das fachkundige Publikum aus Partei und Gesellschaft zu den zwei  Themenblöcken „Integration und Wirtschaft“ sowie „Integration und Bildung“. Beim Forum Wirtschaft wirkten Dr. Rüdiger Wapler, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Dr. Rudolf Luz, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Heilbronn-Neckarsulm, Josip Juratovic MdB, Macit Karaahmetoglu, Mitglied des SPD-Landesvorstands unter Moderation von Ferdinand Kuschnick mit. Dr. Stefan Baron, Abteilungsleitung Bildungspolitik des Baden-Württembergischen Handwerkstags e.V., und Stella Kirgiane-Efremidis, Mitglied des SPD-Landesvorstands, diskutierten die bildungspolitischen Themen, die von  Parsa Marvi moderiert wurden.
 
Das Bild zeigt von links nach rechts:
Josip Juratovic MdB, Petar Drakul, SPD-Landesvorstand, Ministerin für Integration Bilkay Öney und Generalsekretärin MdB Katja Mast.
 
 

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