Arbeitsministerin Altpeter und Europaminister Friedrich fordern mehr Einsatz gegen europäische Jugendarbeitslosigkeit

Veröffentlicht am 01.07.2013 in Bundespolitik

Arbeitsministerin Katrin Altpeter und Europaminister Peter Friedrich fordern die Bundesregierung auf, sich stärker als bisher für die Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit auf EU-Ebene zu engagieren. Konkrete Vorschläge für Maßnahmen wird Baden-Württemberg mit anderen Bundesländern am 5. Juli in einer gemeinsamen Initiative im Bundesrat vorstellen.

„Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen Ländern führt zu einem Vertrauensverlust einer ganzen Generation in die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union. Bei ihrer Bekämpfung geht es deshalb um mehr als um wirtschaftliche Folgen für einzelne Länder. Es geht um die Zukunft von Europa“, sagten die Minister am Sonntag in Stuttgart.

„Nur durch eine Abkehr von der einseitigen rigiden Sparpolitik, die die Bundesregierung den EU-Krisen-Ländern bisher aufgenötigt hat, und eng miteinander verzahnten Maßnahmen auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene wird es uns gelingen, der europäischen Jugend wieder eine Perspektive zu geben.“

Das von den europäischen Staats- und Regierungschefs geplante Hilfspaket zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Höhe von 6 Mrd. Euro sehen die Minister als ersten Schritt in die richtige Richtung. Altpeter und Friedrich dringen jedoch auf eine rasche Umsetzung des Milliardenpakts: „Frau Merkel muss auf der für Anfang Juli angekündigten Konferenz sicherstellen, dass die Beschäftigungsinitiative in den Ländern erfolgreich umgesetzt wird.“ Sie appellierten an die Bundesregierung, die Bundesländer von Anfang an in die Erarbeitung eigener Initiativen einzubinden.

Die Minister fordern die Bundesregierung darüber hinaus auf, ihren bisherigen Kurs in der Europapolitik grundsätzlich zu überdenken. „Die von der Bundesregierung verfolgte einseitige Sparpolitik hat sich nicht als geeignetes Kriseninstrument erwiesen und die Jugendarbeitslosigkeit nicht bekämpft, sondern nur verschlimmert“, erklärten Altpeter und Friedrich.

„Für duale Ausbildung und Wege in den Beruf für junge Menschen sind die Bundesländer zuständig und auch über die Landesgrenzen hinaus aktiv. Solange die Bundesregierung die Länder nicht in die europäischen Initiativen einbezieht, meint sie es offenbar nicht ernst. Sprüche alleine helfen nicht, die Folgen der einseitigen Politik der Bundesregierung zu lösen“, so die Minister.

Eine weitere Kernforderung der Bundesratsinitiative ist es, bereits bestehende Maßnahmen, die jungen Menschen aus dem EU-Ausland eine Ausbildung in Deutschland ermöglicht, dauerhaft weiter zu finanzieren. Die baden-württembergische Landesregierung sieht in der dualen Berufsausbildung eine zentrale Grundlage für existenzsichernde stabile Bildungs- und Beschäftigungsstrukturen für die nachwachsende Generation in Europa.

Ministerin Altpeter und Minister Friedrich betonten zudem die Bedeutung eines engen europaweiten Informationsaustausches über den Arbeitsmarkt sowie einer grenzüberschreitenden Beratung von Arbeitgebern, Arbeitssuchenden und Grenzgängern.

 

Homepage SPD-Landesverband

Abgeordnete der SPD

Ortsverein bei Instagram

https://www.instagram.com/spd_wgt/

Unsere Landtagskandidaten 2026

Paul Frank ist der SPD-Kandidat für die Landtagswahl, Vanessa Holly ist Ersatzbewerberin. Paul Frank tritt für die SPD im Wahlkreis 69 (Ravensburg) an, zu dem auch Weingarten gehört. 

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

WebsoziInfo-News

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden