Gemeinsam mit den Bündnispartnern der Allianz für Fachkräfte hat Wirtschaftsminister Nils Schmid heute in Stuttgart beraten, wie Flüchtlingen der Zugang zu Ausbildung und Arbeit ermöglicht werden kann.
Gemeinsam mit den Bündnispartnern der Allianz für Fachkräfte hat Wirtschaftsminister Nils Schmid heute in Stuttgart beraten, wie Flüchtlingen der Zugang zu Ausbildung und Arbeit ermöglicht werden kann.
„Die Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, haben Not und Leid erlebt. Eine Beschäftigung verhilft ihnen zu einem Stück Normalität. Sie gibt ihnen die große Chance, nach Vertreibung und Flucht in einer neuen Heimat anzukommen“, sagte der Minister. „Gleichzeitig ist es ein Beitrag zur Fachkräftesicherung, die Potenziale von Flüchtlingen zu nutzen.“
Er wies darauf hin, dass auch durch den Einsatz Baden-Württembergs das generelle Arbeitsverbot für Flüchtlinge auf drei Monate verkürzt worden sei. Nach 15 Monaten entfalle die individuelle Vorrangprüfung. „Das ist ein wichtiger Schritt“, stellte er fest. Dennoch bleibe es eine komplexe Aufgabe, Flüchtlingen eine Beschäftigung zu ermöglichen.
Als zentrale Herausforderungen machten die Bündnispartner der Allianz für Fachkräfte insbesondere die Sprachförderung, die Vermittlung in Ausbildung und Arbeit, die Rechtssicherheit und die Berufsanerkennung aus.
Vertreterinnen und Vertreter von Ministerien, Arbeitgebern, Gewerkschaften, Kammern, Kommunalverbänden, Kirchen, des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge und der Bundesagentur für Arbeit waren sich mit dem Wirtschaftsminister einig, dass auf diesen Feldern Handlungsbedarf besteht.
„Die Berufsanerkennung war das Thema, mit dem sich die Allianz für Fachkräfte besonders intensiv beschäftigt hat“, sagte Schmid. Es wurde unter anderem beraten, ob und wie Fachkräften über die wirtschaftliche Zuwanderung ein gesicherter Aufenthalt ermöglicht werden kann.
„Bei einem solchen Spurwechsel von der humanitären in die wirtschaftliche Zuwanderung stellen sich allerdings noch viele rechtliche Fragen“, so der Minister. Darüber hinaus werde geprüft, wie weitere Sprachförderung über die bestehenden Angebote hinaus geleistet werden könne.
Um die Rechtssicherheit zu verbessern, hätten sich die Länder vorige Woche mehrheitlich dafür ausgesprochen, jungen Flüchtlingen für die Zeit ihrer Berufsausbildung ein gesichertes Bleiberecht zuzusichern.
„Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen meistern. Ich bin dankbar für die Zusage aller Beteiligten, ihren Teil zur Beschäftigung von Flüchtlingen beizutragen“, so der Minister.
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