Landesvorsitzender Nils Schmid und Generalsekretärin Katja Mast wenden sich in ihrem Jahresendbrief an die Mitglieder der SPD Baden-Württemberg, lassen darin das Jahr Revue passieren und geben einen Ausblick auf 2015 und 2016.
Landesvorsitzender Nils Schmid und Generalsekretärin Katja Mast wenden sich in ihrem Jahresendbrief an die Mitglieder der SPD Baden-Württemberg, lassen darin das Jahr Revue passieren und geben einen Ausblick auf 2015 und 2016.
Liebe Genossin, lieber Genosse,
ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Wir alle freuen uns auf ein frohes und hoffentlich friedliches Weihnachtsfest – und auf einen guten Rutsch ins neue Jahr. Zuvor danken wir Dir sehr herzlich für Dein Engagement in 2014. Es war einmal mehr ein intensives Jahr, nicht zuletzt durch die Kommunal- und Europawahlen.
Eines ist sicher: Das Jahr 2015 wird für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Baden-Württemberg nicht weniger bedeutend. Denn im kommenden Jahr starten wir tatkräftig in die Vorbereitungen zur Landtagswahl. Wir werden in den nächsten Monaten die Grundlagen für unseren Wahlkampf legen, um im März 2016 wieder erfolgreich zu sein und um unsere Koalition mit den GRÜNEN fortzusetzen.
Im Mittelpunkt steht dabei unser „Dreiklang für Baden-Württemberg“: Gute Arbeit, Bildungsgerechtigkeit und eine Politik für Familien, die von einem partnerschaftlichen Miteinander geprägt ist – dafür haben wir auch in diesem Jahr wieder viel auf den Weg gebracht!
Gute Arbeit
Wir machen Baden-Württemberg zum Musterland für gute Arbeit. Dazu gehört, dass wir den Fachkräftebedarf der Zukunft sichern. Klar ist für uns: Wer arbeitet, soll von seinem Lohn auch gut leben können!
Vor diesem Hintergrund haben wir als 14. von 16 Bundesländern in diesem Jahr endlich ein Bildungszeitgesetz mit einer Freistellungsregelung für Weiterbildung auf den Weg bringen können. Denn eines ist offensichtlich: Ohne Weiterbildung keine Fachkräfte.
Außerdem haben wir ein Landesanerkennungsgesetz beschlossen, das uns hilft, ausländische Berufserfahrung bei uns anzuerkennen. In „Welcome Centern“ bieten wir kostenlose Beratungsstrukturen für Betriebe und zugewanderte Beschäftigte an. Damit sichern wir alle Qualifikationen für unseren Arbeitsmarkt.
Und wir haben einen Lenkungskreis für die so genannte Industrie 4.0 ins Leben gerufen. „Industrie 4.0“ steht für das Zusammenwachsen von Maschinenbau und Elektrotechnik mit dem Internet zu einer vernetzten Produktionsweise. Wir wollen Baden-Württemberg zum Vorreiter und Leitanbieter dieser Zukunftstechnologien machen. Für Projekte stellen wir in den kommenden beiden Jahren mindestens 8,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Zeit für Familie
Männer und Frauen wollen heute gleichermaßen Kinder und Beruf vereinbaren. Wir Sozialdemokraten sorgen dafür, dass dies möglich wird. Wir sagen nicht, wie Familien leben sollen, sondern wir ermöglichen, dass sie ihren Weg gehen können!
Familien brauchen vor allem bezahlbaren Wohnraum. Deshalb haben wir die Förderung für den Bau von Mietwohnungen stark erhöht, ohne die Eigenheimförderung zu kürzen. Im neuen Doppelhaushalt des Landes 2015/2016 wird unser Wohnraumförderungsprogramm auf jährlich rund 75 Millionen Euro ausgebaut. Damit stocken wir das Programm bereits zum zweiten Mal auf.
Wir haben 2014 darüber hinaus ein Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz auf den Weg gebracht, das es ermöglicht, so lange wie möglich im gewohnten Umfeld zu leben und das neue Formen des Zusammenlebens im Alter unterstützt.
Vor allem aber sind wir stolz, dass in Sachen „Entgeltgleichheit“ viele unserer Forderungen aus Baden-Württemberg im Koalitionsvertrag der Bundesregierung aufgenommen wurden – und auch bald umgesetzt werden. Denn Frauen werden bei gleicher Qualifikation immer noch oft schlechter bezahlt als ihre Kollegen. Deswegen haben wir im Bundesrat mehrere Initiativen dazu eingebracht – und das erfolgreich.
Bildungsgerechtigkeit
Aufstieg durch Bildung und Leistung, das ist unser sozialdemokratisches Versprechen seit über 150 Jahren. Kein Kind darf verloren gehen. Das ist für uns Verpflichtung gegenüber den Menschen, aber auch wirtschaftliche Notwendigkeit!
Wir haben in diesem Jahr nach Jahrzehnten des Stillstands die Ganztagsschule in Baden-Württemberg gesetzlich verankert. Sie bietet Schülern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft optimale Lern- und Förderangebote. Zugleich stellt sie einen weiteren wichtigen Baustein zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf dar.
Unsere Realschulen bekommen Planungssicherheit. Sie sollen zukünftig mehr Abschlüsse anbieten können (auch den Hauptschulabschluss), um sicherzustellen, dass alle Schüler ihren Begabungen entsprechend unterrichtet werden.
Und am vergangenen Wochenende hat auf unsere beharrliche Initiative hin ein erstes erfolgreiches Gespräch zu einem so genannten Schulfrieden mit den GRÜNEN und der FDP stattgefunden. Ziel ist, dass wir uns über die grundlegenden Schulstrukturen in Baden-Württemberg einig werden. Es ist sehr bedauerlich, dass sich die CDU bisher diesen Gesprächen verweigert hat. Unsere Hand bleibt dennoch weiter ausgestreckt.
Landeshaushalt setzt SPD-Akzente
Nicht zuletzt setzen wir mit dem letzte Woche im Landtag verabschiedeten Doppelhaushalt 2015/16 weitere sozialdemokratische Akzente für Baden-Württemberg. Wir erreichen nicht nur zum dritten Mal in unserer Regierungszeit die Nettonullverschuldung, sondern wir investieren zugleich in eine starke und gerechte Zukunft!
Wir bauen den Sanierungsstau konsequent ab. 560 Millionen Euro für die Sanierungsrücklage seit 2011 und weitere 480 Millionen in den kommenden zwei Jahren beweisen: Es geht – man muss es nur wollen! Das stärkt unsere Wirtschaft, die auf eine gute Infrastruktur angewiesen ist. Und es hilft den Menschen in unserem Land, schneller und einfacher ans Ziel zu kommen.
Und noch etwas: In unserer Welt spielen sich derzeit so erschreckend viele menschliche Tragödien ab. Die Menschen, die Zuflucht suchen und zu uns nach Baden-Württemberg kommen, brauchen schnelle Hilfe. Alleine dafür stellen wir in den kommenden beiden Jahren insgesamt 625 Millionen Euro zusätzlich bereit.
Unser Land ist auf einem guten Weg – und die Menschen spüren es. Dies ist unser Fazit fürs vergangene und unsere Vorausschau auf das neue Jahr. Darauf freuen wir uns, mit Zuversicht und Tatkraft. Wir wünschen Dir und den Deinen alles Gute, Gesundheit und viel von dem, was unser Leben lebenswert macht und mit Freude erfüllt!
Herzliche Grüße
Dein Nils Schmid
Landesvorsitzender
Deine Katja Mast
Generalsekretärin
Homepage SPD-Landesverband
René Repasi, MdEP Karlsruhe
Vivien Costanzo, MdEP Offenburg
Instagram:
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