Verbesserte Sprachförderung: Positive Reaktionen aus den Kindergärten

Veröffentlicht am 17.09.2014 in Landespolitik

Mädchen am Tisch

Das neue Kindergartenjahr hat mit positiven Entwicklungen für die Einrichtungen begonnen. Das Kultusministerium erreichen erfreuliche Rückmeldungen aus den Kindertageseinrichtungen, von den Trägern und den Erzieherinnen und Erziehern auf die verbesserten Bedingungen bei der Sprachförderung. Die Landesregierung hatte Ende Juli beschlossen, das Sprachförderprogramm SPATZ ab dem Kindergartenjahr 2014/2015 zu verbessern und das Fördervolumen um weitere vier Millionen Euro auf rund 21 Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen.

Darüber hinaus erhält das Kultusministerium zusätzliche Haushaltsmittel zur frühkindlichen Förderung von Kindern aus Zuwanderer- und Flüchtlingsfamilien.

„Die Kindergärten begrüßen die Verbesserungen beim Sprachförderprogramm SPATZ. Die deutlich kleineren Gruppen erhöhen die Qualität der Spracherziehung und erleichtern die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher“, sagt Staatssekretärin Marion von Wartenberg.

Bei Besuchen in Einrichtungen werde die Staatssekretärin auf die Verbesserungen und die jetzt einfachere und unbürokratischere Antragstellung angesprochen. „Die Einrichtungen signalisieren uns, dass sie durch die Änderungen bei ihrer Arbeit gestärkt werden. Bereits jetzt können wir positive Veränderungen feststellen“, betont die Staatssekretärin.

Verbesserungen kommen vor Ort an

Neben der Gruppengröße begrüßen die Erzieherinnen auch, dass sie ab sofort im dritten Kindergartenjahr im Rahmen der Einschulungsuntersuchung stärker einbezogen werden und sie die Entscheidung über einen zusätzlichen intensiven Sprachförderbedarf treffen.

„Damit stärken wir die Kompetenzen der Erzieherinnen und Erzieher sowie die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsamt und Einrichtung“, so die Staatssekretärin. „Die Reaktionen zeigen uns, dass wir mit der qualitativen Weiterentwicklung von SPATZ richtig liegen. Ich wünsche allen Einrichtungen im Land einen guten und erfolgreichen Start ins neue Kindergartenjahr“, betont von Wartenberg.

Zusätzliche 1,2 Millionen Euro für Förderung von Flüchtlingskindern

Das Kultusministerium erhält zusätzliche Haushaltsmittel zur frühkindlichen Förderung – insbesondere für intensive Sprachförderung – von Kindern aus Zuwanderer- und Flüchtlingsfamilien.

„Viele Flüchtlingsfamilien haben Kinder im Vorschulalter. Es ist unsere Pflicht, die Familien und die Kitas bei der Förderung und Betreuung zu unterstützen. Nur so kann den Kindern ein guter Start in Baden-Württemberg gelingen“, sagt die Staatssekretärin. Für die Betreuung und Förderung der rund 1.600 Kinder aus Zuwanderer- und Flüchtlingsfamilien stehen in den Jahren 2015 und 2016 je 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Kongress „Die Hundert Sprachen der Kinder“

Das Thema Sprachförderung steht auch auf dem internationalen Kongress „Die Hundert Sprachen der Kinder“ im Mittelpunkt, den das Kultusministerium gemeinsam mit der Landeshauptstadt Stuttgart am 9. und 10. Oktober 2014 in der Liederhalle veranstaltet. Der Kongress richtet sich an Erzieherinnen und Erzieher, Sprachförderkräfte, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Interessierte.

Ziel der Veranstaltung ist es, internationale Forschungserkenntnisse aus den Hochschulen, Forschungsprojekten und der Kita-Praxis öffentlich zu machen und neue Impulse für die Qualitätsentwicklung und Sprachförderung in den Kitas zu setzen. An über 20 verschiedenen Infoständen können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über gelungene Beispiele informieren.

Weitere Infos und Anmeldung unter hundert-sprachen.de >>>


Verbesserungen bei SPATZ im Einzelnen

  • Künftig bilden drei bis sieben sprachförderbedürftige Kinder eine zuschussfähige Gruppe (bislang gab es für die beiden Förderwege zwei verschiedene Gruppengrößen: 4 bis 7 Kinder bzw. 8 bis 12 Kinder).
  • Finanzielle Förderung vereinheitlicht auf 2.200 Euro pro Gruppe (statt 2.000 Euro für die bisherige Gruppengröße 4 bis 7 und 2.400 Euro für die Gruppengröße 8 bis 12 Kinder).
  • Beide Weiterentwicklungspunkte (einheitliche Gruppengröße, einheitliches Fördervolumen) senken gleichzeitig bürokratische Hürden, die der Antragssteller bisher durch unterschiedliche Gruppengrößen, Ermittlung von Teilungen von Gruppen und unterschiedlichen Zuschussbeträgen bei der Antragsstellung bewältigen musste.
  • Auszahlungszeitpunkt wird vom 1. Februar auf den 1. Januar vorgezogen, um insbesondere kleinen Trägern den Einstieg in SPATZ zu erleichtern.
  • Verbesserung für Einrichtungen mit einem Migrantenanteil von mindestens 80 Prozent: Dort wird die Gruppengröße von bislang zehn auf künftig fünf Kinder halbiert.
  • Neu: ab dem Kindergartenjahr 2014/2015 können auch Familien-, Mütter- und Kinderzentren eine Förderung beantragen.
 

Homepage SPD-Landesverband

Abgeordnete der SPD

Ortsverein bei Instagram

 

Instagram:

https://www.instagram.com/spd_wgt/

   

Unsere Landtagskandidaten 2026

Paul Frank ist der SPD-Kandidat für die Landtagswahl, Vanessa Holly ist Ersatzbewerberin. Paul Frank tritt für die SPD im Wahlkreis 69 (Ravensburg) an, zu dem auch Weingarten gehört. 

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

WebsoziInfo-News

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden