Spitzenkandidat Nils Schmid: Ich bin stolz auf meine SPD

Veröffentlicht am 22.04.2015 in Landespolitik

SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid im VORWÄRTS-Interview über Politik und Privatleben.

Glückwunsch zum tollen Wahlergebnis als Spitzenkandidat. Was ging Dir in diesem Moment durch den Kopf?

Zunächst war ich einfach nur glücklich, dass alles so gut lief, die Stimmung toll war. Und dann war ich auch ein bisschen stolz auf meine SPD, die im letzten Jahr die Abstimmung zwischen Regierung, Fraktion und Partei deutlich verbessert hat. Und das ist eine großartige Teamleistung!

Wie würdest Du generell Deine Bindung zu Deiner Partei beschreiben: Eher rational, um wichtige Ziele zu verwirklichen, oder mehr emotional?

Sicher mehr emotional, weil mich der Kampf der SPD für eine moderne und gerechte Gesellschaft zur Partei gebracht hat – und die historische Leistung, die dahinter steckt, nicht zu vergessen.

Was treibt Dich an, ausgerechnet Landespolitik zu machen – seit nunmehr auch schon 18 Jahren? Warum nicht die Berliner Bühne?

Bei der Landtagswahl 1996, bei der ich als Zweitkandidat antreten durfte, war ich der Überzeugung, dass die SPD hier im Land unter Wert geschlagen wurde. Und bis heute finde ich, dass die Kombination aus wirtschaftlicher Stärke und sozialem Zusammenhalt, für die unsere Partei steht, gerade zu Baden-Württemberg besonders gut passt – einem Land des innovativen Mittelstands, der gelebten Sozialpartnerschaft und einer weltoffenen Gesellschaft mit großartigem Bürgerengagement. Die Menschen dieses Landes für die SPD zu gewinnen sehe ich als meine Aufgabe an.

Woraus schöpfst du Deine Kraft?

Natürlich aus den Erfahrungen von fast 25 Jahren Parteiarbeit, darunter ein Jahrzehnt Ortsvereinsvorsitz, 18 Jahren Landespolitik und jetzt vier Jahren Regierung. Vor allem aber aus meiner Familie.

Deine Frau Tülây ist Türkin. Inwiefern hat Dich euer kulturübergreifendes Familienleben geprägt?

Über sie habe ich viel über das Leben der Migranten, und zwar nicht nur der türkischstämmigen, gelernt. Und deshalb ist mir die Integrationspolitik auch ein Herzensanliegen.

Wie verträgt sich Deine Verantwortung als SPD-Frontmann mit dem Privatmensch und Familienvater?

Ganz gut, schließlich erfahre ich am eigenen Leibe, wie wichtig es ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

Nils und Tülay Schmid und ein Nashorn

Seit klein auf bist Du begeisterter Besucher der Stuttgarter Wilhelma. Als Minister bist Du inzwischen stolzer Patenonkel von Savita, ein 100 Kilogramm schweres Nashornbaby. Was geben Dir diese Besuche in der Wilhelma?

Seit einem Klassenausflug in die Wilhelma bin ich von der Schönheit dieses Zoos begeistert. Hinzu kommt, dass mein Vater beim Zoll lange Zeit für Artenschutz zuständig war und ich für diese Fragen bis heute sehr interessiert bin. Die Wilhelma ist so etwas wie das Kronjuwel unter den Landesliegenschaften und verdient deshalb die besondere Aufmerksamkeit des Finanzministers.

Du bist von Haus aus promovierter Jurist, dieses Metier gilt gemeinhin als etwas trocken. Was fasziniert Dich daran?

Es geht um Recht und Gerechtigkeit – und im öffentlichen Recht um die Durchsetzung von Menschenrechten und die Ordnung des Staates; letzten Endes Fragestelllungen von hoher politischer Bedeutung. Das nötige Rüstzeug dafür zu haben, habe ich immer als hilfreich empfunden.

Bist Du ein religiöser Mensch?

Ja. Ich fühle mich in meiner Evangelischen Landeskirche Württemberg sehr wohl.

Du giltst als belesen, auch im Hinblick auf fremdsprachige Literatur. Was bedeutet Dir diese?

Mich hat Sprache als menschliches Ausdrucksmittel und ihre verschiedenen Ausprägungen schon immer fasziniert und ich habe gerne Sprachen gelernt. Und wenn man die Sprache beherrscht, dann findet man auch einen direkten Zugang zu Menschen in anderen Ländern – und natürlich auch zu ihrer Literatur. Das ist sehr bereichernd.

Was liebst Du so an Frankreich, Deinem bevorzugten Reiseland?

Seit meiner Jugend bin ich Frankreich eng verbunden, weil ich die Kultur, die Landschaften, die Sprache und die Menschen, die sie sprechen, mag. Und dann ist da ja noch Paris ...

Herzlichen Dank für das Gespräch!

 

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