SPD und DGB: Große Übereinstimmung bei Forderungen für Gute Arbeit in Baden-Württemberg

Veröffentlicht am 20.07.2010 in Landespolitik

Nils Schmid und Nikolaus Landgraf sehen gute Perspektiven für weitere Zusammenarbeit


Bei einer Sitzung der Spitzengremien von SPD und DGB in Baden-Württemberg haben Sozialdemokraten und Gewerkschaften im Land Übereinstimmung in zentralen Punkten, insbesondere der Arbeitsmarktpolitik, festgestellt. Der SPD-Vorsitzende Nils Schmid und DGB-Chef Nikolaus Landgraf erklärten, sie sähen gute Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit.

Die beiden Organisationen treten dafür ein, den sich abzeichnenden Aufschwung für qualitativ gute Arbeitsverhältnisse im Land zu nutzen. Dies bedeutet im Einzelnen:

  • Befristung der Leiharbeit: Leiharbeit darf nicht länger zu Lohndrückerei führen. Deshalb müssen die bisherigen Regelungen korrigiert werden. Für alle Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer muss nach kurzer Einarbeitungszeit ohne Ausnahme der Grundsatz gelten: Gleiches Geld für gleiche Arbeit. Die Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte bei Leiharbeit sind zu erweitern.

  • Abschaffung sachgrundlos befristeter Arbeitsverträge: Die Möglichkeit, Arbeitsverhältnisse ohne sachliche Gründe weiter zu befristen, muss wieder abgeschafft werden.

  • Ausbau der Mitbestimmung: Die paritätische Mitbestimmung soll bereits in Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten greifen.

  • Vereinbarung guter Löhne: Ordentliche Arbeit muss anständig entlohnt werden. Daher ist der Niedriglohnsektor einzudämmen. Staatliche Subventionierung und Deregulierung haben Millionen prekärer Arbeitsverhältnisse entstehen lassen. Dies muss korrigiert werden.

  • Einführung von Mindestlöhnen: Als untere Lohngrenze ist ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro nötig, soweit es keine tarifliche Lohnuntergrenze gibt. Vorrang haben weiter tarifliche Lohnuntergrenzen, wo notwendig deren Allgemeinverbindlichkeitserklärung und die Aufnahme in das Entsendegesetz.

  • Chancengleichheit in der Bildung: In Baden-Württemberg hängt der Bildungserfolg mehr als in anderen Bundesländern von der sozialen Herkunft ab. Wir fordern ein wohnortnahes Schulangebot mit individueller Förderung, bei dem kein Kind auf der Strecke bleibt. Studiengebühren und schrittweise auch die Kindergartengebühren müssen abgeschafft sowie das Recht auf einen Ausbildungsplatz eingeführt werden.

  • Korrektur der Dienstrechtsreform: Wir lehnen die Erhöhung der Sonderaltersgrenzen bei Polizei, Feuerwehr und Strafvollzug ab. Beamtinnen und Beamte aus diesen Bereichen müssen weiter mit 60 statt mit 62 Jahren in Pension gehen können. Darüber hinaus wehren wir uns gegen jegliche Verschlechterung im Landespersonalvertretungsrecht.

  • Sozialer Wohnungsbau: Wir fordern die Erhöhung der Landesförderung für den sozialen Wohnungsbau.
 

Homepage SPD-Landesverband

Abgeordnete der SPD

Ortsverein bei Instagram

 

Instagram:

https://www.instagram.com/spd_wgt/

   

Unsere Landtagskandidaten 2026

Paul Frank ist der SPD-Kandidat für die Landtagswahl, Vanessa Holly ist Ersatzbewerberin. Paul Frank tritt für die SPD im Wahlkreis 69 (Ravensburg) an, zu dem auch Weingarten gehört. 

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

WebsoziInfo-News

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden