Runder Tisch: Kinder von Flüchtlingen besser integrieren

Veröffentlicht am 20.01.2015 in Landespolitik

Mit dem Mehr an Flüchtlingen steigt auch die Zahl der Kinder, die mit ihren Familien in Baden-Württemberg Schutz vor Gewalt und Verfolgung suchen. Die Integration dieser Kinder stellt alle Beteiligten im Land vor besondere Herausforderungen. Kultusstaatssekretärin Marion von Wartenberg hat deshalb einen Runden Tisch initiiert und am 19. Januar die beteiligten Ministerien, Verbände und Organisationen eingeladen, um gemeinsam neue Ansätze und Lösungen speziell für den frühkindlichen Bereich zu entwickeln.

„Viele Flüchtlingsfamilien haben kleine Kinder unter sechs Jahren. Diese Zielgruppe ist noch zu wenig im Blick. Die Kinder und ihre Familien wollen wir willkommen heißen. Es ist unsere Verantwortung, die Familien und die Kitas bei der Förderung und Betreuung zu unterstützen. Nur so kann den Kindern ein guter Start in Baden-Württemberg gelingen“, sagt die Staatssekretärin.

Für die Begleitung und Förderung von Kleinkindern aus Flüchtlingsfamilien stellt die Landesregierung in den Jahren 2015 und 2016 je 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Im Mittelpunkt des ersten Treffens standen u.a. Maßnahmen für eine verbesserte Kooperation zwischen den Landeserstaufnahmestellen und Kindertagesstätten, die Entwicklung gemeinsamer Konzepte, um Flüchtlingskinder gut in Kitas aufnehmen zu können, die Weiterentwicklung des Sprachförderkonzepts SPATZ und von Fortbildungsmaßnahmen sowie die stärkere Einbeziehung der Familien und Migrantenorganisationen.

Neben dem Kultusministerium nahmen an dem Runden Tisch Vertreter des Staatsministeriums, des Ministeriums für Arbeit und Soziales, des Integrationsministeriums, der Kommunalen Landesverbände, der 4-Kirchen-Konferenz, des Paritätischen, des Mütterforums Baden-Württemberg, der Regierungspräsidien, des Pädagogisch-Theologischen Zentrums PTZ, des Volkshochschulverbands (VHS), der Kirchlichen Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg, der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Stadt Stuttgart und des Landesverbands Kindertagespflege sowie die Kindheitsforscherin Dr. Donata Elschenbroich teil.

Der Runde Tisch wird sich in den kommenden Monaten zu weiteren Besprechungen treffen. Ferner ist ein Fachtag im Frühsommer geplant, bei dem die Ergebnisse vorgestellt und mit Experten diskutiert werden sollen

 

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