Spektakuläre Versuche mit Feuer, Rauch und Explosionen hat am Donnerstagabend die Faschingsvorlesung im großen Hörsaal der Naturwissenschaftlich-Technischen Akademie Isny (NTA) geboten. Unter der Moderation von Projektleiter Professor Gerd Bouchon zeigten 16 Studenten, welch spektakuläre Versuche die Experimentalchemie zu bieten hat.
Unter dem Zeichen des von den Vereinten Nationen 2011 ausgerufenen Jahrs der Chemie deckte die Vorlesung ein breites Spektrum chemischer Reaktionen ab. Abseits von Formeln und Reaktionsgleichungen zeigten die Schüler und Studenten unter anderem das Thermitverfahren, bei dem 2400 Grad Celsius heißes, flüssiges Eisen entsteht oder wie ein „chemischer Flammenwerfer“ funktioniert. Auch die enorme Menge Energie, die in einem Stückchen Schokolade steckt, wurde von ihnen verdeutlicht, als sie es mit Hilfe von geschmolzenem Kaliumchlorat spektakulär leuchten und verbrennen ließen.
Für Begeisterung unter den Zuschauern sorgte der Höhepunkt der Faschingsvorlesung, bei dem Sprengpulver in einer großen Flamme verbrannte und den Hörsaal in Rauch tauchte.
Auch der stellvertretende Bürgermeister Peter Clément wurde in die Versuche mit eingebunden, als auf seiner Handfläche Schießbaumwolle in Flammen aufging. Durch die Versuche „fühle ich mich in meine Schulzeit zurückversetzt“, sagte er über die Vorlesung.
Durch den „Faschingszauber“ solle auch gezeigt werden, dass „Chemie nicht nur aus Formeln besteht, was die Schüler abschreckt, sondern lebt“, sagte Professor Gerald Grübler, Geschäftsführer und Rektor der Hochschule. Dies komme „mit der Experimentalchemie zum Tragen.“ Er lobte die Schüler und Studenten, die mit Professor Bouchon und Lehrkräften der NTA den Vortrag vorbereitet hatten und denen sämtliche Versuche gelangen: „100 Prozent Ausbeute – tolle Arbeit.“
Schwäbische Zeitung 5.3.2011, von Manuael Hodrius