Um diese Fläche geht der Streit: Reutebühl 18 Leserbrief von Peter Didszun zum Artikel in der SZ vom 29.4.2010
„Reutebühl: FDP plant Bürgerbegehren“
Nun spricht sich auch die Weingartener FDP gegen eine Bebauung des Reutebühl-Areals aus und will sogar eine Bürgerbegehren organisieren, sollte der Gemeinderat einen solchen Beschluss fassen. Sie greift damit ein kontroverses kommunalpolitisches Thema auf, das der SPD-Ortsverein bereits Ende letzten Jahres öffentlich zur Diskussion gestellt hat und zu dem sich betroffene Bürger zu Wort gemeldet haben.
In der Tat, das Gelände sollte als Naherholungsgebiet - aus Gründen des Naturschutzes und aus klimatologischen Gründen - von jeder weiteren Bebauung freigehalten werden. Auch der Naturschutzbund hat sich daher zu Recht in diesem Sinne geäußert. Im Regionalplan Bodensee-Oberschwaben ist es als regionaler Grünzug ausgewiesen, der als solcher von Bebauung freizuhalten ist. Die Weingartener Bürger, die den Reutebühl als ein ganz besonders schönes Stück Natur sehr schätzen, haben ein Interesse daran, dass dieses Gelände in städtischer Hand bleibt und keine weitere Bebauung erfährt.
Es ist dies kein Thema einer Partei, die Angelegenheit bedarf der öffentlichen Diskussion, es geht um das Gemeinwohl. Eine nichtöffentliche Beratung der Sache im Gemeinderat wäre sicher nicht angemessen und wäre wohl auch mit der Gemeindeordnung nicht vereinbar. Es wäre m. E. für die öffentliche Diskussion wichtig, wenn die Befürworter eines Verkaufs und einer Bebauung ihre Argumente öffentlich vorlegen würden. Wenn, wie vorgesehen, das Thema am 21. Juni öffentlich im Gemeinderat behandelt wird, könnte das eine spannende Sitzung werden.
Peter Didszun
Vorstandsmitglied im SPD-Ortsverein Weingarten