Oettinger und die Tagesmütter: Komplette Streichung der Landeszuschüsse schon vergessen?

Veröffentlicht am 02.03.2007 in Pressemitteilungen

Mit Verwunderung und Unverständnis reagierte die SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Ute Vogt auf die Ankündigung von Ministerpräsident Oettinger, er wolle Tagesmütter durch einen Rentenzuschuss aus Landesmitteln stärker als bisher unterstützen.

Vogt erinnerte daran, dass diese Landeszuschüsse vor gerade mal drei Wochen im Doppelhaushalt ersatzlos gestrichen wurden. Die SPD dagegen hatte beantragt, diese Zuschüsse zur Alterssicherung von Tagesmüttern in Höhe von rund 722.000 Euro rückgängig zu machen. Dieser Antrag war mit den Stimmen von CDU und FDP, also auch mit Oettingers Stimme, abgelehnt worden.

Oettingers heutiger Vorstoß zur Alterssicherung der Tagesmütter lasse nur zwei Schlussfolgerungen zu: Entweder wisse Oettinger heute schon nicht mehr, was er vor drei Wochen beschlossen hat. Oder er wisse es noch allzu gut und versuche nun, die Öffentlichkeit hinters Licht zu führen. Ute Vogt: "Es ist ein typischer Vorgang für Oettingers Regierungsstil, unbekümmert jeden Tag neue familienpolitische Luftblasen von sich zu geben, die in krassem Widerspruch zu seinem tatsächlichen Handeln stehen."

Die Äußerungen Oettingers zu den Tagesmüttern reihten sich ein in eine lange Kette von folgenlosen familienpolitischen Ankündigungen, wie zum Beispiel der Forderung nach einem Kindergartenpflichtjahr. Jüngstes Beispiel sei die Ankündigung Oettingers, das Krippenangebot so auszubauen, dass für rund 20 Prozent der Kleinkinder ein Krippenplatz zur Verfügung steht. "Dieser Ausbau, an dem sich das Land nur mit einem lächerlich geringen Zuschuss in Höhe von 10 Prozent beteiligt, ist nichts anderes als die Umsetzung der bereits seit längerem geltenden Vorgaben des Tagesbetreuungsausbaugesetzes", so Vogt.

Um diese gesetzliche Vorgabe erfüllen zu können, sei ein Platzangebot für rund 20 Prozent der Kleinkinder die Untergrenze dessen, was erforderlich ist. Vogt: "Es ist ein Akt von bemerkenswerter Unverfrorenheit, die Bemühungen der Kommunen, den Vorgaben eines Bundesgesetzes Rechnung zu tragen, als einen Erfolg der Landespolitik zu verkaufen."

 

Homepage SPD-Landesverband

Abgeordnete der SPD

Ortsverein bei Instagram

 

Instagram:

https://www.instagram.com/spd_wgt/

   

Unsere Landtagskandidaten 2026

Paul Frank ist der SPD-Kandidat für die Landtagswahl, Vanessa Holly ist Ersatzbewerberin. Paul Frank tritt für die SPD im Wahlkreis 69 (Ravensburg) an, zu dem auch Weingarten gehört. 

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

WebsoziInfo-News

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden