Land startet Sonderprogramm für energetische Sanierungen an Landesgebäuden

Veröffentlicht am 25.08.2012 in Landespolitik

"Mit der Baufreigabe für zwei Maßnahmen an der Universität Konstanz starten wir das 50-Millionen-Euro-Sonderprogramm für energetische Sanierungen an Landesgebäuden. Für den Einbau eines Blockheizkraftwerks für 4,4 Millionen Euro und für die Modernisierung von Wärmeübergabestationen für 1,7 Millionen Euro haben wir jetzt grünes Licht erteilt. Die beiden Maßnahmen werden über das verwaltungsinterne Contracting-Verfahren finanziert. Für dieses Energie-Intracting hat die Landesregierung ein Sonderprogramm gestartet. Die energetischen Maßnahme werden verwaltungsintern vorfinanziert. Die Refinanzierung erfolgt über die eingesparten Energiekosten. Dadurch können wir gerade in Zeiten knapper Kassen zusätzliche energetische Maßnahmen umsetzen," sagte der Minister für Finanzen und Wirtschaft Nils Schmid.

 

Die Projekte in Konstanz bilden den Auftakt für die Umsetzung des Sonderprogramms. Weitere Projekte werden folgen. Dazu zählen beispielsweise der Einbau hocheffizienter Lüftungsanlagen an der PH Ludwigsburg, die Installation von Blockheizkraftwerken in mehreren Justizvollzugsanstalten und die Installation moderner Energiemanagementsysteme (computergestützte Regelung von Heizung, Lüftung, Kälte und Beleuchtung in Gebäuden) an der Hochschule Mannheim.
 
Das Blockheizkraftwerk in Konstanz produziert elektrischen Strom für den Eigenbedarf der Universität und deckt gleichzeitig einen Teil des Heizwärmebedarfs. Die Energieausbeute des eingesetzten Brennstoffs ist mit 90 Prozent rund doppelt so hoch wie bei herkömmlichen Anlagen zur Stromerzeugung. Mit den eingesparten Betriebskosten rentiert sich die Investition bereits innerhalb von vier Jahren. „Damit nutzen wir das große Effizienzpotenzial der Kraft-Wärme-Kopplung,“ erklärte der Minister.
 
In den neuen Wärmeübergabestationen wird die Fernwärme aus dem landeseigenen Heizwerk deutlich energieeffizienter als bisher in die Gebäude der Universität eingespeist. Energetisch hocheffiziente Umwälzpumpen und modernste Regelungstechnik führen insgesamt zu einer jährlichen Einsparung von rund 1.700 Megawattstunden Wärmeenergie und 200 Megawattstunden Strom.
 
„Die Energiekosten der Universität werden um ca. 1,4 Millionen Euro pro Jahr gesenkt. Durch die beiden Maßnahmen können wir die CO2-Emissionen um jährlich rund 1040 Tonnen CO2 senken,“  so Schmid abschließend.
 

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