Kita-Ausbau geht voran: Zuwachs höher als Bundeschnitt

Veröffentlicht am 17.07.2014 in Landespolitik

76.668 Kinder unter drei Jahren wurden am Stichtag 1. März 2014 in Baden-Württemberg betreut. Das entspricht einem Zuwachs von 12,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2013: 68 367 Kinder). Damit liegt die Zuwachsrate in Baden-Württemberg über dem bundesweiten Schnitt von 10,6. Das zeigen aktuelle Zahlen, die das Statistische Bundesamt heute veröffentlicht hat.

„Die positive Entwicklung beim Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige ist ein großer Erfolg für die Familien und Kinder in unserem Land. Die große Kraftanstrengung der Städte, Gemeinden und Träger, die durch den Pakt für Familien mit Kindern der Landesregierung mit den Kommunen möglich wurde, ist deutlich zu sehen“, sagt Staatssekretärin Marion von Wartenberg.

Auch das befristete Flexibilisierungspaket, das das Land gemeinsam mit den kommunalen Landesverbänden, den freien Trägerverbänden und dem Kommunalverband für Jugend und Soziales auf den Weg gebracht hat, habe gezeigt, dass man sich als Verantwortungsgemeinschaft sieht, die Ausbau und Qualität gleichgewichtig sieht. „Natürlich dürfen wir uns jetzt nicht ausruhen, sondern müssen weitermachen. Insbesondere in den Großstädten und Ballungszentren gibt es noch großen Bedarf nach verlässlicher und guter Betreuung“, betont die Staatsekretärin.

„Entscheidend ist die Qualität: Jeder geschaffene Platz muss ein guter Platz sein, egal, ob in der Kita oder in der Kindertagespflege“, betonte die Staatssekretärin. Das Flexibilisierungspaket entlasse Land, Kommunen und Träger weder aus ihrer Verantwortung für einen weiteren bedarfsgerechten Ausbau noch aus ihrer Verantwortung für die Qualität der Angebote.

Dass die Landesregierung die Qualität der Kinderbetreuung voranbringe, habe der Ländermonitor „Frühkindliche Bildungssysteme“ 2013 der Bertelsmann-Stiftung bestätigt. In Baden-Württemberg betreut demnach in den Krippengruppen eine Vollzeitkraft rechnerisch mehr als drei Kinder (1:3,3). Das ist der zweitbeste Personalschlüssel aller Bundesländer, nur in Bremen ist eine Erzieherin für noch weniger Kinder verantwortlich (1:3,1). Damit liegt Baden-Württemberg deutlich besser als der Bundesdurchschnitt (1:4,5). Die Ankündigung von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, mit allen Ländern insbesondere Qualitätsfragen regelmäßig zu thematisieren, stoße entsprechend auf offene Ohren in Baden-Württemberg: „Eltern erwarten zu Recht eine verlässliche und qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung. Es ist wichtig, dass wir uns dazu austauschen, um gegenseitig von unseren Erfahrungen profitieren zu können“, betont von Wartenberg.

Ebenso begrüße die Staatssekretärin die Ankündigung des Bundes, bundesweit zusätzliche 400 Millionen Euro für die Sprachförderung einzusetzen. „Eine früh einsetzende Sprachförderung ist das A und O für mehr Qualität in der frühkindlichen Bildung. Deshalb setzt Baden-Württemberg hier einen Schwerpunkt“, so die Staatssekretärin.

 

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