Bilkay Öney: Migrantinnen und Migranten für das dunkelste Kapitel unserer Geschichte sensibilisieren

Veröffentlicht am 25.01.2013 in Landespolitik

Mit Blick auf den Holocaust-Gedenktag am 27. Januar hat Bilkay Öney, Ministerin für Integration, heute darum geworben, „Migrantinnen und Migranten für das dunkelste Kapitel unserer Geschichte zu sensibilisieren. Da aber Migranten den Holocaust häufig aus einer anderen Perspektive betrachten als Deutsche, muss die Aufklärungsarbeit über Judenfeindlichkeit diesen Umstand stärker berücksichtigen“. Die Ministerin fügte hinzu: „Antisemitismus ist kein Randphänomen, sondern nach Einschätzung von Experten bis in die Mitte der Gesellschaft hinein verankert.“

Integrationsministerin Öney wirbt für eine verstärkte Präventionsarbeit, auch innerhalb von Migranten-Communities. „Wir müssen weg von einem Opferkonkurrenz-Denken, hin zu Bündnissen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“, so Öney. Diese müssten breit in der Bürgergesellschaft aufgestellt sein und möglichst viele Gruppen, Vereine, Schulen und Glaubensrichtungen einbeziehen. Die Ministerin lobte die vielen kommunalen Initiativen, die sich gegen Diskriminierung und Rassismus wenden.

Studien belegen, dass es etwa bei einem Fünftel der Bevölkerung einen latenten Antisemitismus gibt. In einem Bericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2011 heißt es dazu: Die judenfeindlichen Einstellungen basierten auf weitverbreiteten Vorurteilen, tiefverwurzelten Klischees oder auf schlichtem Unwissen über Juden und Judentum. In diesem Bericht heißt es weiter, dass Antisemitismus unter Migrantinnen und Migranten in erster Linie ein Problem des Bildungsniveaus und der Milieuzugehörigkeit sei. Antisemitismus biete gerade für Jugendliche, die eigene Diskriminierungserfahrungen kompensieren wollten, einfache Erklärungen für komplexe wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Sachverhalte.

Ein Beispiel für gute pädagogische Arbeit ist das vom Ministerium für Integration geförderte Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Dieses Netzwerk bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt vorzugehen. Mittlerweile gehören dem Netzwerk bundesweit über 1.000 Schulen an, in Baden-Württemberg sind es über 90 Schulen. Eine weitere Initiative, die vom Integrationsministerium gefördert wird, ist das Projekt „Instant Acts - gegen Gewalt und Rassismus“. Zusammen mit internationalen Künstlern studieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Bühnenshow mit Akrobatik, Tanz und Life-Musik zum Thema Gewalt und Rassismus ein. Dabei lernen sie den Umgang mit kultureller, ethnischer und religiöser Vielfalt.

Weiterführende Informationen:

 

Homepage SPD-Landesverband

Abgeordnete der SPD

Ortsverein bei Instagram

https://www.instagram.com/spd_wgt/

Unsere Landtagskandidaten 2026

Paul Frank ist der SPD-Kandidat für die Landtagswahl, Vanessa Holly ist Ersatzbewerberin. Paul Frank tritt für die SPD im Wahlkreis 69 (Ravensburg) an, zu dem auch Weingarten gehört. 

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

WebsoziInfo-News

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Online spenden

Online spenden