Ausbildungsplätze für Spitzensportler bei Landespolizei mit insgesamt 500.000 Euro gefördert

Veröffentlicht am 29.08.2014 in Landespolitik

Mit Fördermitteln von insgesamt einer halben Million Euro im nächsten Doppelhaushalt 2015/2016 sollen zunächst zehn Spitzensportlerinnen und Spitzensportler die Möglichkeit bekommen, bei der Polizei einen Ausbildungsplatz anzunehmen, der sich mit ihrem Hochleistungssport vereinbaren lässt. Diese Entscheidung gaben der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Claus Schmiedel, und Innenminister Reinhold Gall (SPD) am heutigen Freitag vor der Landespresse in Stuttgart bekannt.

„Wir legen einen entscheidenden Grundstein für die Spitzensportförderung in der Polizei und verbessern die beruflichen Perspektiven für unsere Top-Athleten“, erklärte Schmiedel zur Begründung der Maßnahme. Die Polizei des Landes werde dann auf dieser Basis ein Konzept zur Förderung der Sportlerinnen und Sportler entwickeln, das ab 2015 umgesetzt werden soll.

„Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 hat wieder einmal gezeigt, wie stark erfolgreiche Spitzensportler zu einer nationalen Identität beitragen. Dabei wird leider oft vergessen, dass Spitzensport zu betreiben sehr zeitaufwändig und in der Wettbewerbsphase ein Vollzeitjob ist, von dem nur wenige Top-Athleten ihren Lebensunterhalt bestreiten können“, sagte Innenminister Gall.

Mit der geplanten Förderung erhielten Spitzensportler aus dem Land nun die Möglichkeit, sportliche und berufliche Karriere in Einklang zu bringen. Gall bezeichnete die Initiative zudem als „ein wichtiges Signal für junge Athletinnen und Athleten, die eine berufliche Karriere parallel zu ihrer sportlichen Laufbahn anstreben“.

Ulrich Derad, Hauptgeschäftsführer des Landessportverbandes Baden-Württemberg, würdigte die Finanzspritze für Spitzensportlerausbildung bei der Polizei als vorbildlichen Schritt, der auch in anderen Bereichen Schule machen könne. „Spitzensportlerinnen und Spitzensportler in Baden-Württemberg erhalten jetzt dank der Förderung die Chance, ihren Sport und den attraktiven Beruf im Polizeidienst unter einen Hut zu bekommen“, sagte Derad. Die Förderung von dualen Karrieren im Sport sei ein zentrales Anliegen des Landessportverbandes.

Der Präsident des Schwäbischen Turnerbundes Wolfgang Drexler, zugleich Landtagsvizepräsident, machte deutlich, dass man sich auch in anderen Bereichen für gute Arbeitsbedingungen von Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern einsetzen werde.

„Wir hoffen, dass sich nicht nur die Polizei, sondern die gesamte Landesverwaltung nach und nach zu Partnerbetrieben des Spitzensports weiterentwickelt, damit Leistungssportler sich erfolgreich auf den Weg zu Champions machen können und zugleich eine gute berufliche Perspektive haben“, meinte Drexler.

 

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